Intervallfasten - Auch mein Bruder macht es!

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Intervallfasten ist in! Vor allem die 16 zu 8 Stunden Variante erfreut sich großer medialer Aufmerksamkeit, bei der 16 Stunden gefastet und idealerweise nur zwei Mahlzeiten für die restlichen acht Stunden eingenommen werden sollen. Ist Intervallfasten für jeden empfehlenswert?

 


Intervallfasten - Auch mein Bruder macht es!

 

Intervallfasten ist in! Vor allem die 16 zu 8 Stunden Variante erfreut sich großer medialer Aufmerksamkeit, bei der 16 Stunden gefastet und idealerweise nur zwei Mahlzeiten für die restlichen acht Stunden eingenommen werden sollen. So ähnlich funktioniert auch die 5 zu 2 Diät. Dort dürfen an zwei Tagen der Woche jeweils maximal 500- 600 kcal gegessen werden.

Der Vorteil gegenüber dem tagelangen Fasten besteht darin, dass evtl. auftretender Hunger und körperliche Mattheit nur jeweils für kurze Zeit ausgehalten werden müssen und der Eiweißbedarf nicht aus Muskelgewebe gedeckt wird.

Und zugegebenermaßen hat das bei meinem Bruder sichtlich gut funktioniert! Er konnte diese Regeln zur Kalorienreduktion gut befolgen und hat entsprechend abgenommen. Klasse!

 

Ist Intervallfasten für jeden empfehlenswert?

 

Genau diesen Eindruck muss man förmlich bekommen, wenn darüber berichtet wird. Mehr noch: Fasten ist die Methode zur Selbstreinigung und Entgiftung unserer Zellen. Irgendwann kommt dann der Hinweis auf den japanischen Nobelpreisträger Yoshinori Ohsumi, der für die Erforschung der Autophagie geehrt wurde. Dass Zellen eine Art "Müllabfuhr" haben, um verbrauchte und entartete Zellbestandteile abzubauen, ist eine wichtige Erkenntnis. Und auch das Essenspausen diesen Prozess fördern können!

Allerdings ist dieser Prozess der "Selbstreinigung" oder besser Selbsterhaltung der Zelle fortwährend im Gang und wird eben durch bestimmte Reize gefördert oder gehemmt. Und es gibt eben auch andere positive Stimuli wie Sport, genügend Schlaf, etc., die unsere (Zell-)Gesundheit stärkt.

Ebenso wenig braucht es zwingend sehr lange Essenspausen, damit Körperfett verbraucht wird. Wie sollten sonst schlanke und/oder sportliche Menschen kein Körperfett einlagern, obwohl sie täglich Fett essen und keine sehr langen Essenspausen einhalten?

 

Ich praktiziere zum Beispiel die 8 zu 16 Stunden Diät! Ich esse meistens 16 Stunden vier bis fünf Mahlzeiten und faste höchstens acht Stunden. Das funktioniert bei mir super. Ich fühle mich sehr wohl und bin sehr leistungsfähig für meine nahezu täglichen Trainingseinheiten von zirka einer Stunde. Ansonsten habe ich inzwischen auch eine vorwiegend sitzende Tätigkeit. Obwohl und weil ich das seit vier Jahren praktiziere, habe ich deutlich Muskeln aufgebaut und mein Körperfettgehalt sank um ein ungefähr Drittel.

 

Warum schreibe ich das? Es gibt je nach persönlichen Gewohnheiten, Vorlieben, und Bedürfnissen sehr unterschiedliche Wege, ob Interfallfasten oder andere Ernährungspraktiken für uns geeignet sind. Wichtige Entscheidungshilfen dafür oder dagegen sind der persönliche Kalorienbedarf, der aktuelle Körperfettgehalt und eure Leistungsfähigkeit. Wenn der Bedarf hoch ist, der Körperfettgehalt moderat oder niedrig ist und ihr physisch/psychisch topfit sein wollt, dann erschwert (Intervall-)Fasten die bedarfsgerechte Versorgung mit Nährstoffen.

 

Fazit: Und natürlich ist Fasten auch nur dann empfehlenswert, wenn ihr es machen wollt. Denn es gibt auch viele andere Ernährungspraktiken, die zu vergleichbar positiven Auswirkungen wie beim Fasten führen. Denn der wichtigste Mechanismus dafür ist die negative Kalorienbilanz und die kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden. Für diejenigen aber, die damit gut zurechtkommen, ist Intervallfasten eine gute Möglichkeit zur Gewichtsabnahme und für die Gesundheit. Wenn da nur nicht das Problem wäre, in alte Gewohnheiten zurückzufallen.

 

Herzliche Grüße euer Daniel